Obwohl jeder chirurgische Eingriff in der Mundhöhle (Zahnfleischschnitt, Knochenentfernung, komplizierte Zahnextraktion, Einsetzen von Implantaten und/oder Nähen) völlig schmerzfrei ist, weil er unter örtlicher Betäubung durchgeführt wird, fühlen sich die Patienten in der Regel aus psychologischen Gründen unwohl (Angst, Sorge vor Schmerzen usw.). Damit der Eingriff erfolgreich verläuft und die Wunde so schnell wie möglich heilt, ist es sehr wichtig, dass unsere Patienten die Anweisungen befolgen, die sie in der Klinik erhalten. Der Vorteil der Oralchirurgie besteht darin, dass alle Wunden im Mund schneller heilen als an anderen Stellen des Körpers. Der Bereich, in dem der Eingriff durchgeführt wird, ist relativ klein im Vergleich zum Rest des Körpers, wo größere Eingriffe z. B. am Rumpf durchgeführt werden.

Auch die Operationsmethode, die verwendeten Instrumente und die Art der Naht am Ende des Eingriffs sind an die Mundhöhlenchirurgie angepasst und sehr präzise.

Nach jedem Eingriff, sei es die Zahnextraktion oder das Einsetzen eines Implantats, ist es wichtig, die Bildung eines Blutgerinnsels zu fördern, von dem aus der Heilungsprozess beginnt. Deshalb ist es wichtig, den Mund nicht auszuspülen oder an der Wunde zu saugen. Der Geschmack von Thymus im Mund am Tag des Eingriffs ist ganz normal und kein Grund zur Sorge. Um Schwellungen zu vermeiden, muss die Außenseite mit Eis (in ein Tuch oder eine Gaze eingewickelt) oder Gelatinepräparaten, die wiederholt eingefroren werden können, gekühlt werden. Das Eis muss alle 5 bis 10 Minuten gekühlt und entfernt werden, um Erfrierungen auf der Haut zu vermeiden. Es wird empfohlen, vor dem Abklingen der Betäubung ein Schmerzmittel einzunehmen und dieses bei Bedarf auch in den nächsten 24 Stunden einzunehmen. Empfehlenswert sind Ibuprofen (Brufen) und Paracetamol (Lupocet), während acetylsalicylsäurehaltige Schmerzmittel (Aspirin) vermieden werden sollten, da sie die Blutgerinnung hemmen. Es wird auch empfohlen, bis zum Abheilen der Wunde nicht zu rauchen, da der warme Tabakrauch die normale Heilung behindert, und es ist zu beachten, dass mindestens 24 Stunden nach dem Eingriff nicht geraucht werden darf. Essen ist möglich, sobald die Betäubung nachlässt (sonst könnten Sie sich versehentlich auf die Lippe beißen), und es wird nicht empfohlen, warme Getränke oder Speisen sowie feste Nahrung zu sich zu nehmen, die den operierten Bereich beschädigen könnten. Halten Sie sich stattdessen an kalte, weiche und breiige Speisen, was eine ideale Ausrede für ein Eis ist!